Alanya Immobilien, Türkei
                    
Grundbuchgesetz

Grundbuchgesetz in der Türkei

Gesetzliche Rahmenbedingungen des Immobilienerwerbs durch Ausländer in der Türkei.

Die Grundsätze über den Immobilienerwerb von Ausländern in der Türkei wurden ursprünglich im Grundbuchgesetz vom 1934 mit der Nummer 2644 geregelt. Im Jahre 2003 hat die Regierung mit dem Gesetz Nr. 4916 den Immobilienerwerb für Ausländer in der Türkei erleichtert. Bei dieser Gesetzesänderung wurden ausländerrechtliche Einschränkungen hinsichtlich von Grundstücken im Dorfgesetz Nr. 442/1924 (Köy Kanunu) und Grundbuchgesetz Nr. 2644/1934 (Tapu Kanunu) aufgehoben. Jedoch wurde das Gesetz Nr. 4916 kurze Zeit später vom Verfassungsgericht verworfen. Daraufhin hat die Regierung entsprechend den Vorlagen des Verfassungsgerichts die Rechtslage über den Erwerb von Immobilien durch Ausländer in der Türkei mit dem Gesetz Nr. 5444 vom 29.12.2005 neu geregelt.

Das Gesetz Nr. 5444 vom 29.12.2005 ist am 07.01.2006 in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wurde Art. 35 des Grundbuchgesetzes Nr. 2644 (Tapu Kanunu) geändert und die neuen Rahmenbedingungen des Immobilienerwerbs in der Türkei durch ausländische Privatpersonen sowie Gesellschaften geregelt.

Nach der aktuellen Gesetzeslage können Ausländer mit folgenden Einschränkungen Immobilien in der Türkei erwerben:

Gegenseitigkeitsprinzip:
Der Immobilienerwerb durch Ausländer in der Türkei erfolgt vor allem nach dem Gegenseitigkeitsprinzip. Dies bedeutet, dass Staatsangehörige nur aus denjenigen Ländern Immobilien in der Türkei erwerben können, die auch türkischen Staatsbürgern den Erwerb von Immobilien in Ihrem Land erlauben. Die Türkei steht mit über 80 Ländern im Gegenseitigkeitsverhältnis, darunter alle europäische Länder.

Flächeneinschränkung:
Ausländer dürfen in der Türkei bis zu 30 Hektar (300.000 qm) Grundeigentum zu Wohn- und Gewerbezwecken genehmigungsfrei erwerben. Für größere Flächen ist eine Genehmigung des Ministerrats erforderlich. Daneben darf max. 0,5 % der Gesamtfläche einer Provinz von Ausländern erworben werden.

Ortseinschränkung:
Ausländer dürfen nur in denjenigen Gebieten Immobilien erwerben, in denen ein qualifizierter Bebauungs- oder örtlicher Bebauungsplan existiert. Auch der Erwerb auf militärischen Sperr- und Sicherheitszonen ist ausgeschlossen. Über diese Einschränkungen hinaus muss bei jedem einzelnen Immobilienkauf eine Genehmigung von der Militärverwaltung für die Übertragung im Grundbuchamt vorgelegt werden, unabhängig davon, ob es sich um eine Immobilie in den erlaubten Gebieten handelt.

Ausnahme:
Erwerb durch Erbschaft. Bei Immobilien, die im Wege einer Erbschaft auf diejenigen Staatsangehörige von Staaten übertragen wurden, mit denen die Türkei im Gegenseitigkeitsverhältnis steht, finden die oben genannten Beschränkungen keine Anwendung.

Erbschaft:
Im Todesfall geht die Immobilie an die Erben über. Mit dem offiziell übersetzten und notariell beglaubigten Erbschein, wird die Immobilie in der Türkei auf den Erben umgeschrieben.

Die Abwicklung des Immobilienkaufs in der Türkei
Nach türkischem Recht wird die Eigentumsübertragung nach entsprechender Willenserklärung des Verkäufers und Käufers ausschließlich im Grundbuchamt vorgenommen. Beim Immobilienerwerb durch Ausländer in der Türkei ist eine entsprechende schriftliche Zusage der Militärverwaltung notwendig, die versichert, dass die betreffende Immobilie nicht in einer militärischen Sperr- oder Sicherheitszone liegt. In der Regel wird diese Zusage vom zuständigen Grundbuchamt bei der zuständigen Militärbehörde beantragt und ca. in 2 Monaten erteilt. Notare werden weder bei der Vertragsabwicklung noch bei der Übertragung im Grundbuchamt eingeschaltet. Bei der Übertragung im Grundbuchamt muss ein vereidigter Übersetzer zur Verfügung stehen, wenn die ausländische Vertragspartei der türkischen Sprache nicht mächtig ist. Für die Immobilienübertragung im Grundbuchamt müssen persönliche Unterlagen und Informationen der ausländischen Vertragspartei im Vorfeld vorbereitet werden.


Erforderliche Unterlagen bei Privatpersonen:

» Personalausweis oder Reisepass.
» Passfotos.
» Heimatadresse, Vater und Mutternamen (ist lediglich zur Unterscheidung gedacht).
» Erfolgt die Abwicklung durch einen Bevollmächtigten, ist eine Vollmacht vorzulegen.
» Steuernummer in der Türkei (wird vom örtlichen Finanzamt ausgegeben)

Erforderliche Unterlagen bei juristischen Personen:

Zusätzlich zu den oben genannten Unterlagen:

»
Notariell beglaubigte Unterschrift des Handlungsbevollmächtigten des Unternehmens.
» Ein von der örtlich zuständigen Handelskammer ausgestelltes Vollmachtzertifikat mit Bezug auf den
   Inhalt des Gesellschaftsvertrages, aus dem sich ergibt welcher Gesellschafter für den Kauf von
   Immobilien verantwortlich ist. Erfolgt die Abwicklung durch einen Bevollmächtigten, ist die Vollmacht
   vorzulegen.
» Steuernummer der Gesellschaft.

Nach der Übertragung wird dem neuen Eigentümer der Immobilie ein Auszug aus dem Grundbuch namens „Tapu Senedi“ ausgehändigt. Der ausländische Eigentümer kann die Immobilie jederzeit weiterverkaufen und den Verkaufserlös wieder ohne weiteres ins Ausland transferieren.



 
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